Die Kosten, die niemand sieht

Chronisch krank zu sein bedeutet nicht nur, körperlich eingeschränkt zu sein – es bedeutet auch, viele Entscheidungen selbst tragen zu müssen. Dazu gehört oft auch die finanzielle Last: Therapien, Hilfsmittel, Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, die von den Krankenkassen nicht oder nur teilweise übernommen werden.

Was diese Erkrankung mich jeden Monat – und über die Jahre – tatsächlich kostet, ist etwas, das selten offen besprochen wird. Dabei sind die Belastungen real und beeinflussen ganz unmittelbar, wie viel Versorgung, Stabilität oder Lebensqualität überhaupt möglich ist.

Monatliche Kosten

Die monatliche finanzielle Belastung durch nicht von der Krankenkasse bezahlten Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel beträgt ca. 125 Fr.

Investitionen

Um mir den Alltag zu erleichtern, habe ich mir als allererstes einen Duschhocker angeschafft, später habe dann auch in einen Rollstuhl investiert, damit ich wieder den einen oder anderen Ausflug machen kann. Als hilfreiches Hilfsmittel fürs Pacing habe ich mir einen Oura-Ring angeschafft. Alles in allem, komme ich da auf eine Summe über 900 Fr.

Therapien

In den drei Jahren habe ich sehr sehr viel ausprobiert, um irgendetwas zu finden, was meine Symptome vielleicht vermindern könnte. Dazu gehört eine IHHT-Therapie (1690 Fr.) und eine Infusionstherapie gegen mein POTS. Die Kosten der Infusionstherapie die selbst zu tragen waren, beliefen sich auf ca. 90 Fr. monatlich, plus die Eigenleistung meines Partners, welche bei der Spitex um die 400 Fr. im Monat gekostet hatten.

Eine wichtige Anmerkung

Die hier aufgelisteten Kosten umfassen ausschliesslich Therapien, Präparate und Hilfsmittel, die ich mir aktuell überhaupt leisten kann. Es gibt weitere Behandlungsoptionen, die potenziell hilfreich wären – aber momentan ausserhalb meiner finanziellen Reichweite liegen.

Ein Beispiel dafür ist die HHO-Blutreinigung, über die ich in einem separaten Beitrag noch berichten werde. Auch sie ist eine mögliche Therapieoption, die vollständig selbst finanziert werden muss.

Was hier sichtbar wird, ist also nur ein Ausschnitt. Die reale Versorgungslücke ist noch grösser.

Schreibe einen Kommentar